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Zahn- und Kiefer- Röntgen

RÖNTGEN

Genaue Diagnose mit 3–dimensionalem Röntgen

Der Patient hat Schmerzen aber auf dem einfachen 2-dimensionalem Röntgen ist oft nichts oder sehr wenig zu erkennen. Dies ist nicht ein Fehler des Zahnarztes, sondern ist darauf zurückzuführen, dass man auf einem 2-dimensionalem Röntgen die Prozesse in der Tiefe nicht gut erkennt. Mit der Tiefe ist die 3. Dimension gemeint.

2-dimensionales Bild

Bild 1 zeigt einen zweiwurzeligen prämolaren Zahn mit der Wurzelregion. Auf dieser zweidimensionalen Darstellung wäre man geneigt zu sagen, dass der Zahn keine nennenswerte Entzündung habe, was sich aber als vollkommen falsch erweisen würde.

Genaue Diagnose dank 3-dimensionalem Röntgenild

Erst auf dem Bild 2 kann man eindeutig feststellen, dass sich diese Wurzel des Zahnes in einem praktisch knochenleerem Raum befindet. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass der Zahnarzt eigentlich nicht eine Entzündung sieht, sondern nur erkennt, ob der Zahn ganz, ein wenig oder gar nicht mehr im Knochen verankert ist. Erst aus diesen Erkenntnissen schliesst er auf das Vorhandensein einer Entzündung und auf die Entzündungsursache. So wurde in diesem Fall anhand des 3-dimensionales Röntgens festgestellt, dass die Ursache für die Entzündung und den drauffolgenden Knochenabbau darin lag, dass die palatinale Wurzel nicht gefüllt gewesen ist (mit palatinal meint man die gaumenseitige Wurzel). Im Gegensatz zum 2-dimensionalem Röntgenbild kann man auf dem 3-dimensionalen DVT-Röntgen sehr gut unterscheiden, welche Wurzel buccal oder palatinal liegt und damit eine genaue Diagnose stellen.


Bild 1
Welche Wurzel entzündet ist erkennt man auf dem 2-dimensionalem Bild nicht. Erst auf dem 3D-Bild erkennt man die Wahrheit. (siehe Bild 1)

Bild 2
Erst auf dem 3-dimensionalen Röntgenbild erkennt man, dass die buccale Wurzel des Zahnes ungenügend gefüllt und er Knochen entzündet ist.

3D-Zahnheilkunde dank dem DVT (Digitales Volumentomograph)
„Galileos“ günstig in die 3. Dimension

(Galileo Galilei *1564, Astronom)

Mit der Computerära hielt der Computer auch in der Zahnheilkunde und Radiologie Einzug. Dank der Computertechnik kam das digitale Einzelzahnröntgen und das digitale Panoramaröntgen. Diese konnten die Strahlendosis vermindern, manchmal die Qualität erhöhen, aber man hatte immer noch nur ein zweidimensionales Bild. Für dreidimensionale Röntgenbilder musste man CT, die Computertomographie zur Hilfe nehmen. Diese hat aber die grossen Nachteile der sehr grossen Strahlenbelastung und der sehr hohen Kosten. Auf der Suche nach dem kostengünstigsten dreidimensionalen Röntgen mit niedriger Röntgenbelastung wurde man beim Cone-Beam-Computertomograph fündig, welche im deutschsprachigem Raum mehr als digitale Volumentomographie (DVT) bezeichnet wird.

Nebst der Computerassistenz beim DVT, macht man sich den Computer auch zu nutze, um genaue Zahnimplantation zu ermöglichen. Diese wird möglich indem virtuell Implantate gesetzt werden und dann aufgrund dieser Daten eine Schablone hergestellt wird, mit welcher die Implantate gesetzt werden . In diesem Fall redet man vom statischen Implantations-Verfahren. Anhand dieser Schablone ist eine genauere Implantation möglich. Bisher waren aber die Kosten und Strahlungsbelastung der Hauptgrund dafür, wieso man auf dieses computerassistierte Implantationsverfahren verzichtet hatte.

3–dimensionalem Röntgen 3D-Zahnheilkunde dank dem DVT (Digitales Volumentomograph)

Der Preiszerfall und die immer bessere Technik erlauben nun aber eine tiefere Preispolitik, welche dem Patient zugute kommt. Das oben links abgebildete digitale Volumentomograph (DVT) „Galileos“ hat sich namentlich von Galileo Galilei inspirieren lassen.

Der 1564 geborene Galileo Galilei war ein italienischer Mathematiker und Astronom. Der Legende nach soll Galileo gesagt haben, „Und sie dreht sich doch !“ Obwohl ihm dieser Satz wahrscheinlich falsch zugeschrieben worden ist, hat er ihn bis zum heutigen Tage weltberühmt gemacht. Galileo Galilei bleibt als Representant wissenschaftlichen weitsichtigen Fortschritts und als Rebell und Opfer von Justizirrtümern in unserer Erinnerung.
Das Röntgengerät Galileo möchte diese Weitsichtigkeit repräsentieren. Es erlaubt in einem Zug ein Panoramaröntgen (OPT), ein dreidimensionales Röntgen und Kleinröntgen zur Kariesdiagnosik anzufertigen und dabei strahlenbelastungsmässig und preislich günstiger zu sein (bei AAZ Zahnklinik), als ein konventionelles Panoramaröntgen mit 2 Karies-Kleinröntgen.

*Wissenschaftliche Quellen können beim Verfasser Dr. et MSc. D. Marschall nachgefragt werden.

Lippold M, Ruppin J M 2005, 3-D Implantatdiagnostik und -planung , Anwendung des Galileos-Systems in der Implantattherapie, Implantologie Journal S. 46 1/2008 ( „Eine aktuelle Studie zeigt, dass die effektive Dosis einer Galileos-Scans nach ICRP 1990 nur 29 Mikrosievert beträgt. Dies entspricht ungefähr der Dosis einer analogen Panoramaaufnahme. Die effektive Dosis nach IRP 1990 vergleichbarer Geräte, die wie Galileos mit dem ConeBeam-Verfahren arbeiten ist dagegen höher.

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